#31 - "Wie ein traditionsreiches Unternehmen mit physischer Kernleistung die KI-Transformation aktiv gestaltet"
Shownotes
In dieser Folge von Debug the Future – Data-Driven Business mit Mensch und Maschine übernimmt Matthias Schlemmer, Partner bei PwC Strategy& in Österreich, die Host-Rolle und spricht mit Andreas Thöni, Leiter Konzernstrategie Digital und Innovation bei der Österreichischen Post. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein traditionsreiches Unternehmen mit physischer Kernleistung die KI-Transformation aktiv gestaltet – strategisch, operativ und kulturell.
Andreas spricht über:
- Warum Technologie bei der Österreichischen Post kein IT-Thema ist – sondern integraler Kern der Konzernstrategie.
- KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Handschrifterkennung über Zustellzeitprognosen bis zur Rechnungsverarbeitung.
- Robotik als nächste große Welle – und warum die physische Logistik KI genauso braucht wie das digitale Backoffice.
- Lessons Learned aus KI-Projekten: Datenqualität schlägt Technologie – und menschliches Erfahrungswissen lässt sich nicht einfach digitalisieren.
- Change Management & Upskilling in der Praxis: Wie die Post ihre Mitarbeitenden auf die KI-Reise mitnimmt – vom Use-Case-Pool bis zum Center of Excellence.
Zum Abschluss gibt Andreas Führungskräften einen praxisnahen Rat mit auf den Weg: Auf Kunden hören, vom Marktbedarf her denken – und Innovationen im Dreieck aus Markt, Technologie und Geschäftsmodell bewerten, um im richtigen Moment zu handeln. Und: Nicht jedes Problem braucht KI als Lösung.
Transkript anzeigen
00:00:06: Debug the Future – Data-driven Business mit Mensch und Maschine.
00:00:12: Ein Podcast vom PVC Deutschland.
00:00:20: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres PVC-Podcasts Debug The Future, mit dem Titel Technologie KI und die Post von morgen!
00:00:30: Falls Ihnen meine Stimme nicht bekannt vorkommt, dann ist das nicht verwunderlich.
00:00:33: Denn mein Name ist weder Andreas noch Frauke sondern ich bin Matthias Schlemmer Partner bei PwC Strategy N in Österreich und darf heute Stadtfrauke und Andreas der Host dieser Episode sein.
00:00:45: Ich bin auch ein Teil des PWC Detoné Allteams und darf die strategischen Themen verantworten also alles rund um KI Strategie Target Operating Model und den Impact von KI auf die Industrien.
00:00:55: Wir hatten in der letzten Folge ja Norbert Wirt zu Gast, den VP-Data von Payback.
00:01:02: Die drei haben zu Agentic AI und den aktuellen KI Trends gesprochen, aber wenn ihr die Folge noch nicht gehört habt, holt das gerne nochmal nach!
00:01:10: Ich darf Andreas Thöny begrüßen – er verantworte die Leitung Konzernstrategie Digital und Innovation bei der österreichischen Post.
00:01:18: Herzlich willkommen Andreas!
00:01:20: Vielen Dank für die Änderung, freu' mich auch!
00:01:22: Du bist ja mitverantwortlich.
00:01:24: Technologie getriebene Innovation bei der österreichischen Post, würdest du uns ein wenig von deinem Werdegang erzählen und sozusagen die Inhalte deiner Rolle?
00:01:33: Sehr gerne.
00:01:34: Erst so als noch mal vielen Dank für die Einladung.
00:01:35: Zumindest ein Andreas ist sozusagen heute dann doch dabei!
00:01:38: Ich darf bei der Österreichischen Post seit circa sechs Jahren die Rolle verantworten.
00:01:43: Bin jetzt aber seit circa acht Jahren bei der Post.
00:01:44: Davor war ich in der Unternehmensberatung tätig und davor auch schon immer mit den Themen Digital-Innovation Aber in der Kombination mit Transport und Logistik beschäftigt.
00:01:55: Das zieht sich ein bisschen durch meinen Werdegang durch, ich hatte einerseits Wirtschaftsinformatik aber andererseits auch Betriebswirtschaftslehre studiert Und in der kombination hatte ich immer den Spaß gefunden und das ist das was ich hier verantwortend darf.
00:02:06: Zu meinem Gebiet hier gehört die klassische Entwicklung der Konzernstrategie also auf der Gruppenebene übergreifend aber genauso die Verantwortung für strategische Projekte.
00:02:15: im Detail wo wir jetzt strategische Projektleitungen stellen um Inhalte weiterzuentwickeln auch neue Themenfälle zu erschließen Unternehm' habe ich das Thema der Priorisierung des IT-Bildbudgets für die österreichische Post als neutrale Stelle zwischen dem Fachbereich und der Konzernative, wenn man so will.
00:02:33: Wobei die natürlich eng zusammenarbeiten.
00:02:35: Dann das Thema Data Governance Das Thema Innovation Und auch das Thema Der Weiterentwicklung in einzelnen Unternehmen Applikationen, die übergreifend sind.
00:02:47: Super spannend!
00:02:49: Da habe ich viel gehört von Strategie und Technologie.
00:02:54: Vielleicht bleiben wir gleich bei dem Thema!
00:02:56: Wir beobachten ja sehr stark über alle Industrien hinweg, dass Technologiethemen und allen Verandern natürlich jetzt immer zunehmend auch die künstliche Intelligenz schon lange nicht mehr so ein reines Thema für die IT ist sondern eigentlich viel stärker integriert von Business- und IT gemeinsam getragen wird.
00:03:12: In Hinblick auf das was du uns gerade von deinem Job erzählt hast würde mir daher auch deine Sicht interessieren also inwiefern haben aus deiner Sicht diese Themen Business Strategie miteinander zu tun und hat sich das tatsächlich für die letzten Jahre gewandt.
00:03:29: Ich glaube, die Grundaussage dass das alles zusammen gehört gibt es schon sehr lange.
00:03:33: ich glaube die Digitalisierung, Automatisierung, IKT wie es früher mal geheißen hat und ähnliches.
00:03:40: da gab's immer die Diskussionen dass das sehr eng an den Fachbereich sein muss und dass er zusammen im Achsen muss.
00:03:45: Ich glaub' die Geschwindigkeit und die Verzahnung auch die technologischen Möglichkeiten haben sich sehr stark weiterentwickelt und die Bedeutung ist einfach jetzt noch viel mehr offensichtlich Digitalisierung so tief dringend ist und einzelne Geschäftsmodelle komplett obsolet gemacht hat oder komplett revolutioniert hat.
00:04:01: Insoweit geht es weiter, und der Zusammenhang ist auch deswegen sehr relevant.
00:04:06: Wir versuchen es initial damit abzubilden dass wir eigentlich das Technologie im Wesentliche Teil der Konzernstrategie an sich sind.
00:04:14: Also also aufs Boschenseilschaft per se sehen wir durch den Trend Digitalisierung sehr stark geprägt.
00:04:21: Auf der einen Seite haben wir den Briefrückgang, da durch Digitalisierung geprägt wird auf der anderen Seite die große Chance des E-Commerces, die wir auch nutzen, die durch Digitalisierung getrieben ist und dazwischen sehr viele operative Prozesse und Ähnliches, die wiederum durch Digitalisation geprägen sind.
00:04:34: Das heißt wie können gar keine Unternehmen als Strategie verfassen wenn wir nicht über Digitalisierungserbotiv nachdenken?
00:04:40: Und ich glaube das gilt jetzt nicht nur für uns am Fall so sondern es gibt in vielen Fällen so würde ich sagen bei allen Unternehmen ist eine sehr starke Verzahnung der Fall.
00:04:50: Und auch bei der Neuverfassung oder Aktualisierung, das Strategie die wir jetzt im letzten Jahr durchgeführt haben, haben wir das entsprechend berücksichtigt und das gleich mitgedacht idealerweise.
00:05:00: Und dort in diesen Stoßrichtungen wenn man sich dem Detail durchsieht immer digital Komponenten und auch das Großteil der Projekte die ist mit Digitalisierung eins zu eins verbunden.
00:05:11: Und das ist immer ein Teil dabei, der von unserer Konzerne, die mitgetragen wird so dass das Gesamtprojekt erfolgreich wird.
00:05:18: Also kurzum, es ist inherent verbunden und man kann die Themen praktisch nicht mehr trennen.
00:05:23: eine reine Business-Strategie und dann eine reinen IT-Strategy zu machen, die Missi wären, das ist glaube ich unrealistisch und auch nicht möglich.
00:05:32: Absolut!
00:05:33: Das macht heutzutage noch viel weniger Sinn als schon früher.
00:05:37: Du hattest vorher erwähnt, das fand ich spannend.
00:05:39: Das ja auch die Frage nach dem Bild oder das Bildbudget da du hast bei dir liegt.
00:05:45: Das drängt sich natürlich für mich so ein bisschen die Frage auf.
00:05:47: Es sind ja ganz viele Themen, wie du sagst, digitalisieren sie eigentlich überall als gibt es viele Fronten an denen man kämpft.
00:05:53: Das heißt wenn man so die klassische Strategie mit der Technologie verbindet und dann auch die Prioritäten-Setzungen irgendwo machen muss.
00:06:00: Wonach entscheidest du das oder entscheidet ihr das?
00:06:02: Also welches Tech-Thema wird präparisiert?
00:06:04: Muss es in einem Business Case geben?
00:06:06: Gibt's da andere Hebel nach denen bestimmte Projekte vorgereiht werden oder nicht?
00:06:11: Vielleicht gilt es dazu sagen, dass das keine Entscheidung im stillen Kämmerchen ist wo man jetzt dann sich den Plan macht und dann sagt so is er jetzt.
00:06:18: Dass eher ein Zusammenwirken und einen Governance-Seitiges kolonieren von verschiedenen Aspekten.
00:06:23: und ein Aspekt ganz klar ist natürlich die Frage nach einem Business Case hinter den Themen der in der Diskussion immer eine gewisse... ...ein gewissen Harte gerade nur haben kann weil man das Thema noch nicht umgesetzt hat wie es bei jedem Business Case ist und am Anfang ist für sich nicht ganz sicher wer es bringt aber trotzdem sich die Frage zu stellen und auch kontentativ zu erfassen.
00:06:40: Das sehen wir als ganz relevant Und das wesentliche Input dafür, ob ein Thema entscheidend ist.
00:06:44: Daneben haben wir auch noch weitere Faktoren die wir einbeziehen.
00:06:48: Das ist einerseits das Thema Kundinnenzufriedenheit und das Thema der rechtlichen Aspekte.
00:06:53: Irgendwie weiter das auch regulatorisch notwendig ist.
00:06:55: An dem kommt man nicht vorbei.
00:06:57: aber auch nicht zuletzt das Thema Architektur irgendwie weit durch etwas eine Erneuerung der Landschaft erfolgt Und in Kombination entsteht damit auch ein Scoring, dass wir für die Priorisierung bis hin dann in den Release Trains weiter verwenden um entsprechend dann die Features einzuordnen.
00:07:15: Also ja das Thema Business Case ist ganz entscheidend für uns und wird aber noch gepaart mit anderen Aspekten und insoweit sind wir da eher oft beim Zusammentraum, beim Argumenteschärfen oder bei den Fachbereichen aufbereiten.
00:07:32: koordinierende Stelle dann zum Teil als eine, die im stillen Kämmerchen dann die Wobbe mit bastelt.
00:07:37: Spallel!
00:07:38: Jetzt müssen wir natürlich schon noch über das Thema sprechen was irgendwie gerade in aller Munde ist also AI und agentik.
00:07:43: AI.
00:07:44: vielleicht starten wir ganz persönlich gab es einen AHA-Effekt für dich in den letzten Jahren?
00:07:49: Was alles mit Chen Kai jetzt eigentlich möglich ist?
00:07:52: Gab's schon.
00:07:52: vielleicht starte ich gleich mit dem.
00:07:53: der ist für mich das Thema dieser Deep Research Agents eigentlich wirklich gewesen.
00:07:59: Die haben mich dann sehr positiv überrascht von dem, was möglich ist.
00:08:02: Also die jene, die dann mehrere Dutzend Seiten mit einem recht breit gefassten Prompt verfassen.
00:08:09: Ein Teil der Übung kann man fast schon sagen, ist den Prompt gut zu schreiben und damit eigentlich wie bei einem Projektleiter in der Beratung, Mathias du kälst es selbst auch, dass man hier dann sehr gut dem Team erklären muss, was man eigentlich machen will, damit das auch richtig funktioniert.
00:08:21: Insoweit ist es auch ähnlich bei diesen Prompts.
00:08:23: so sehe ich das ein Teil der Miete schon aber auch der andere Teil ist für mich schon gewesen zu sehen in welcher Tiefe da auch Schlussfolgerungen gemacht werden.
00:08:32: Und wenn man sich dann selbst mal verprobt und da outside in die eigenen Strategien des Eigenunternehmens einschätzen lässt, zum Beispiel nur einmal als Idee wie gut das dann oft zusammenpasst mit dem was man denn auch wirklich tut und insoweit dann auch da Marktobachtung ein ähnliches erspannend werden.
00:08:49: Das war für mich spannend.
00:08:50: und natürlich die Videogenerierungstools mit Sora und anderen die man jetzt sieht Das ist schon auch sehr beeindruckend, was da in Kürze geht und wie virtuelle Realitäten, auch Testumgebungen damit erzeugt werden können.
00:09:01: Trotzdem würde ich es gerade einordnen insoweit dass das ja nicht komplett neu ist als ein anderes, was ich aus meiner Dissertationszeit noch kenne die Diskussion beim Natural Language Processing.
00:09:11: Dass man da sehr stark über Jahrzehnte versucht hat rule based die Sprache nachzubauen und dass dort auch der Durchbruch war mit satisischen Modellen an das Thema heranzugehen.
00:09:21: Aber dann auch die Erkenntnis war, dass Statistik alleine nicht immer reicht.
00:09:25: Sondern man mit Rule-Based Elementen dann das flankiert und in der Kombination so doll Lösungen gekommen hat.
00:09:30: Und im Gisschen sieht man das hier ja auch wieder, dass man gewisse Elemente dann wieder mit Regeln noch und ähnlichen Dingen flankiert.
00:09:39: Vielleicht ist es nach Pornichen auch nicht mehr nötig.
00:09:40: aber, dass reine statistische Inkombination mit anderen dann is wirklich mächtig
00:09:47: Ja Absolut, also die Technologie dahinter ist schon faszinierend.
00:09:52: Auch was du sagtest über die Videogenerierung das finde ich auch immer persönlich sehr spannend und was da alles schon möglich ist bis hin dass es manchmal auch ein bisschen scary ist, was eigentlich schon alles geht und wie Fake News eigentlich heutzutage schon generierbar sind.
00:10:05: Also daher immer so ein bisschen den positiven oder negativen Seite.
00:10:09: Natürlich wir sind ja selber auch sehr stark oft in diesen Themen drin, dass wir Kundenen ja auch gerne vertrauen haben und wenn unsere Postnachrichten hier breitflächig auch in der Bevölkerung gelesen werden, dann durch mit Deepfakes kopiert und für Spam genutzt werden.
00:10:29: Dann ist es natürlich für uns genauso schwierig und das wird immer besser.
00:10:31: und die Nachrichten, die wir an unsere Kundinnen geben müssen und wie wir unsere Kunden informieren, dass das keine Nachrichtapost oder umgekehrt ist.
00:10:37: Wenn eine wirkliche Nachricht-Apost ist, das ist nicht trivial und wird auch immer schwieriger.
00:10:42: Ja sehr spannender Aspekt!
00:10:45: Für uns vielleicht auch tatsächlich zu einer was doch größeren Frage, nämlich wie würdest du einschätzen dass KI die strategische Agenda in der europäischen Postgesellschaft den nächsten fünf bis zehn Jahren beeinflussen wird.
00:10:57: Also wo sind da eigentlich die größten Heber?
00:10:58: Sind das die klassischen Effizienzthemen?
00:11:01: Sind es neue Produkte?
00:11:03: ist das Du hattest ja schon erwähnt Kundinnen Erwartungen die zu erfüllen sind?
00:11:08: Was würdest Du sagen ist da eigentlich so?
00:11:10: Die sind ja die größte Strussrichtung für die nächsten Jahre.
00:11:14: Ich würde es in drei Bereichen sehen.
00:11:16: Einerseits einmal in den Elementen, sagen wir mal Zentralbereichen wenn man so zusammenfassen will wo man jetzt die Chance hat auch unstrukturierte Daten besser zu verarbeiten und diese Themen lieber früher hier hatte sprachliche Inputs und Ähnliches dann zu ver arbeiten diese zu nutzen und dann instrukturierte Daten umzuwandeln zu verstehen Prozesse verschlanken.
00:11:38: da ist sehr viel möglich was früher nicht möglich war.
00:11:44: Zweitens hat man das Thema der physischen Thematik, die ich auch sehr stark sehe.
00:11:51: Also wir als Post sehen uns sehr stark.
00:11:53: Hybrid im Sinne von alles was wir tun hat auch eine digitale Komponente aber am Ende des Tages muss typischerweise etwas von A nach B weil bei meinen meisten Geschäftsmodellen die wir zumindest betreiben oder beim Kerngeschäft ein Brief oder ein Paket und dort hat Robotik dass natürlich mit dem Themenfeld KI sehr stark verbunden ist eine ganz große Bedeutung Und unserer Meinung nach ist das etwas, was sicherlich für uns signifikanten Impact haben wird.
00:12:19: Das fängt bei einfachen interlogistischen Prozessen an – bei Entlade-Tätigkeiten von LKWs bis hin vielleicht mal und in manchen Fällen wird es ja auch schon getestet in der Zustellung wo autonome Fahrzeuge tätig werden.
00:12:34: Humanoide Robot sind die neueste Form, die er entsprechend den letzten zwei bis drei Jahren ganz weite Entwicklung erfahren hat.
00:12:41: nicht so weit denken, jetzt wahrscheinlich im kurzen und trotzdem in diesem Fall tut sich sehr viel.
00:12:47: Und natürlich ist in den operativen Kernprozessen neben dem Thema Robotik sehr vieles auch noch denkbar wo wir an die Steuerung unserer Flüte in so eine Menge Flüsse denken.
00:12:57: Das heißt im Vorkastding aber auch dann in der aktiven Steuerung diesbezüglich wo intelligente Optionen interessant sind da gibt es fairerweise auch aus der mathematischen Optimierung heraus.
00:13:08: also nehmen zum Beispiel das Rot-Dämmer-Rotenoptimierung in der Vergangenheit schon viel.
00:13:12: Aber auch in der Weiterentwicklung kann man durchaus dich denken, dass die Modelle noch besser werden und viel mehr Einflussfaktoren einbeziehen können als es vielleicht in der Vergangenheit war.
00:13:21: Also das Thema ganz viele Datenquellen zusammenzuführen, das wird uns weiter begleiten?
00:13:26: Ja.
00:13:27: Gibt's vielleicht ein Beispielprojekt eine KI-Initiative, eine technologische Innovation, die ihr schon umgesetzt habt so wo du sagst hey da könntest du jetzt näher darauf eingehen und muss das ein bisschen vielleicht näher beschreiben.
00:13:40: Du hast schon was im Einsatz.
00:13:41: Was wir schon ewig im Einsatz haben, wenn man so will.
00:13:44: Aber jetzt nicht.
00:13:45: das Generei-Thema ist natürlich die Erkennung von Handschrift.
00:13:48: Das möchte ich in der Stelle sagen.
00:13:50: aber wenn jemand jetzt auf dem Brief schreibt dass es vielleicht ganz so leserlich ist... ...ist es auch schon heute mit wenn man will nach normalen Netzen ausgelesen.. ..dass wir das maschinell verarbeiten können und dann am Ende weiss, dass der Brief richtig ankommt.
00:14:04: Wenn wir weiter denken Das Thema zum Beispiel Zustellen, Zeitfensterprognosen.
00:14:08: Also wann kommt mein Paket denn ca.
00:14:10: an?
00:14:10: Das ist bei uns auch mit KI getriebene Mitteln entwickelt.
00:14:14: Wir haben eine Tochtergesellschaft, das sich allein sehr stark mit Themen aus der KI-Welt beschäftigt um unstrukturierte Daten zu verwandeln, zB.
00:14:24: auch als gescannten Dokumenten Rechnungen auszulesen die in Versicherungsprozesse einzuschleusen und damit zu verbessern und über diese Dienstleistung Kundeninteraktion deutlich zu verbessern und zum Beispiel die Zeit von den Scanner in der Rechnung einlesen.
00:14:41: Also hochladen auf der App mit einem Foto, wenn man so will direkt gleich unter Abrechnungen beim Kunden für diese Krankenkastenthematik auch sehr schnell dann geregelt bekommt.
00:14:52: Und natürlich beschäftigen wir uns auch noch mit dem Thema Kundinenservice Wenn man das noch nennen will von der Eingabe der Paketnummer bei Boys bis hin zu weiteren Optionen natürlich dann in der Hintergrundverarbeitung, wo man die Tickets sich einfacher weiter verarbeiten kann als es in der Vergangenheit gegangen ist.
00:15:10: Super!
00:15:11: Sehr spannende Themen, die er arbeitet.
00:15:13: Da kann ich mir vorstellen diese Projekte da ist ja keins gleich wie das andere gibt's so ein Set on Lessons Learn, die du vielleicht unseren Zuhörern mitgeben könntest auch so Daten und KI-Projekten, wo wir vielleicht was lernen können, was man vielleicht noch nicht macht.
00:15:30: Jetzt kommt der Klassiker wahrscheinlich, er muss mit den Daten an.
00:15:35: Also ja das ist glaube ich der Grundthema dass wenn dies sauber zur Verfügung hat und sauber aufbereitet hat weil wir bei allem diesen statistisch basierten Modellen fängt es damit an da die richtigen Inputsfaktoren zu haben damit das Richtige auch rauskommt.
00:15:50: Wir sehen das auch sehr stark, wenn ich jetzt Projekte in einem Umfeld Wissensmanagement nehme die ja auch sehr oft Kaligietreben angegangen werden also Chatbrüche Dokuments Themen wo ich versuche dann internes Wissen aufzubereiten.
00:16:02: Wenn ich das Beispiel nehme, dann sieht man dass da die Sauballkandidaten bei ganz banalen Dingen liegt, nämlich zu wissen wie hauptsächlich die letztgültige Version von Themen ist und die zum Beispiel sauber abgelegt ist oder dass es teilweise auch Prozesshandbücher gibt wo aus Screenshots Dokumente erstellt sind um Erklärungen zu machen, die in der Vergangenheit natürlich sehr einfach waren darüber Kunden hinzuschulen oder Mitarbeiterinnen zu schulen.
00:16:28: Aber auf der anderen Seite, wenn ich das dann KI-Gestützt unterstützen möchte.
00:16:32: Im Wissensmanagement ist es nicht mehr ganz so trivial, weil auf einmal habe ich sehr große Imagemengen zum Auslesen.
00:16:38: Also da das so vorzubereiten und zu bereinigen dass sich den Input für die KI haben, das ist aus meiner Sicht schon eine signifikante Herausforderung und braucht dann auch Ressourcen auf der jungen Seite.
00:16:52: um das Vorzubereiter geht nicht alles technisch Und das muss man schon auch immer mitdenken in den zeitlichen Abläufen.
00:17:02: Genau, und vielleicht auf der anderen Seite von den Hoffnungen die wir dann oft sehen KI hat... Ich glaube was wir bei Ihnen für Vergangenheit, bei so Optimierungsthemen schon kennengelernt haben ist ja auch immer die Diskussion wie sehr kann die KI denn gleich oder besser sein als das was ein Mensch leisten kann wenn die KI gar nicht alle Informationen zur Verfügung hat?
00:17:25: Unsere zum Beispiel Kolleginnen in der Zustellung setzmer es nicht viel, je ein anderer Weise.
00:17:29: Aber das Beispiel eignet sich glaube ich als Proxigut.
00:17:32: die haben natürlich sehr viele Wissen über ihre lokales Gebiet.
00:17:35: Die wissen sehr genau wie dieses funktioniert.
00:17:37: Sie wissen genau welche zeitlichen Constrains vielleicht bei gewissen Kunden vorhanden sind und wie sie entsprechend in ihrem Gebiet agieren.
00:17:45: Das alles zu digitalisieren und darauf dann einen Agent zu setzen ist wahrscheinlich nur zum Teil möglich technisch abbildbar, weil die Daten, die ich dafür bräuchte, gar nicht digitalisierbar sind und werden sollen auch.
00:18:02: Und entsprechend dessen gibt man gewisse Beschränkungen, die immer noch zu einem gewissen Spannungsfall zwischen dem was die KI leisten kann und das der Mensch erreichen kann führen.
00:18:12: Ja, ich finde das super spannend und ehrlicherweise ist es ja auch eine positive Nachricht.
00:18:17: also der Mensch kann nicht komplett substituiert werden mit allem Wort sondern es ist diese menschliche Komponente in die menschlichen Erfahrung einfach weiterhin in Eining-Prozessen schon noch sehr wichtig.
00:18:29: Das bringt uns eigentlich sehr schön zum nächsten Thema, was uns sehr stark rumtreibt und was wir oft in der Beratung beobachten können nämlich das Thema Change Management.
00:18:39: Gebross ist ja ein durchaus sehr großes Unternehmen und hat wie jedes Traditionsunternehmen dadurch auch viele gewachsene Strukturen.
00:18:46: Aus meiner Erfahrung ist es in so einem Umfeld immer besonders herausfordernd, dann die Leute auch auf eine technologische Reise mitzunehmen diesen Change mitzugehen zu verstehen.
00:18:55: Jetzt kommt KI.
00:18:56: das verändert vielleicht auch meine Prozesse.
00:18:59: Wie gehst du davor?
00:19:00: wie holst Du die Fachbereite ab?
00:19:02: also wie treibst Du diesen change bei euch im Unternehmen?
00:19:05: Ich glaube das bin nicht nur ich.
00:19:07: Also das sind wir alle und wie ich auch gesagt habe nachdem wir durch Digitalisierung getrieben sind, sind wir glaube ich eher ein Beispiel wo das einfach ist.
00:19:21: Das ist das gute und das schlechte am Brief.
00:19:24: die Change Story zum Unternehmen zu verkaufen da tut man sich leichter weil das Kernprodukt dass man früher hatte nicht mehr relevant sein wird in einem mittellangfristigen Horizont oder die der relevante deutlich gesunken sein wird.
00:19:38: aber Die Beispiele die wir im hohen Norden sehen in Dänemark oder woanders die zeigen einfach deutlich auf wie weit Digitalisierung führen kann und darüber entsteht dann auch der Druck, die Veränderung, der Bedarf Dinge besser zu machen.
00:19:54: Auch in Kombination dessen dass wir Kapitalmarkt gelistet sind also wir sind im Mehrheit zweites Staates aber ca.
00:20:00: Achtundvierzig Prozent sind wir free-float an der Börsen notiert mit entsprechenden Erwartungen bei uns an Dividenden und Ähnliches.
00:20:06: insoweit haben wir auf deiner Seite durch den Rückgang im Kenngeschäft Ein inherentes Bischot treben, da uns weiterzuentwickeln.
00:20:15: Das auch von allen gespürt wird.
00:20:17: und insomit ist diese Change Story nochmal einfach.
00:20:21: Trotzdem muss man natürlich wenn man digitalisierungsintensiver macht immer die Auflanke hier mit den Kommunikationsmaßnahmen entsprechend auch schauen dass man in der Erstellung der Anforderungen möglichst die Kolleginnen mitnimmt idealerweise auch nicht vom Technologiethema anfängt sondern Prozessseitigen oder fachseitige Veränderungen und entsprechend Nutzen, der dort entsteht.
00:20:44: Das ist ja bei KI dann teilweise auch das Risiko, dass man von der Deloitteologie getrieben oder alleine getrieben Dinge versucht umzusetzen und nicht vom Use Case oder von der Sache her, die man verbessern kann und will.
00:20:58: Und nur weil man Hammer hat muss man nicht etwas rein nageln wenn es ein Schraube ist sozusagen.
00:21:05: Also ich glaube da gilt es dann entsprechend auch vorsichtig umzugehen Und das entsprechend einzuladen, was man denn erreichen möchte und mit welchem Tooling er es macht.
00:21:14: Und manchmal ist es dann eben in unserem Beispiel heute im Gespräch da auf die KI aber es ist nicht immer die KI.
00:21:19: Ja genau jetzt ist das eine sozusagen also verstanden dass der Case for Change, wie wir es manchmal nennen, der ist bei euch relativ klar oder gibt's einen gewissen Digitalisierung Technologisierungszwang?
00:21:33: Jetzt ist es so, dass ja trotzdem nicht alle unbedingt mit der richtigen Ausrüstung schon da damit kommen.
00:21:39: Das heißt, wie geht ihr denn mit dem Thema Abskilling um?
00:21:42: Also was wir auf das AI Literacy, wenn man jetzt über die KI spricht genannt wird aber was natürlich auch generell als technologische Abskiling sein kann gibt es da gerade wenn's vielleicht um größere Prozessautomatisierungen geht.
00:21:58: Wie geht ihr davor?
00:21:59: Gibt es ein Programm für alle?
00:22:01: Wird das sehr spezifisch geschult?
00:22:04: Auf welchen Leveln fängt ihr an, dass ihr auch mal so ein Thema einer schulischen Vorstand oder zuerst den Mitarbeiter in der Zustellung.
00:22:10: Wie geht ja typischerweise an das Thema Abskilling ran?
00:22:14: Ich glaube die ganz breiten Ebene in der Zustimmung versuchen bisher Nutzen bezogen und in deren Applikationen die Dinge zur Schule und als nicht mit breifflächigen Chat Anwendungen umzugehen sondern dass es konkret mit der Anwendung dem Nutzen verbunden ist.
00:22:28: im zentral Bereich wo man auch Prozessfragen zu tun hat und Applikationsfragen mit welchen.
00:22:34: Welche man einfach möchte, da versuchen wir auch Breitflächige oder Schulungen aber auch Tools zur Verfügung zu stellen.
00:22:41: Ich meine das einfachste Tool sind alle GPT Anwendungen die es gibt ohne jetzt irgendwie Werbung für ein Produkt machen zu wollen.
00:22:46: Aber breitflächlich dass im Unternehmen zur Verfügung stellen eine oder mehrere Toolings wo man selbst die Mitarbeiterinnen dazu bringt das zu probieren in den Fachbereichen Diskussionen und Use Case Workshops führt, um zu sagen was könnten wir denn damit machen?
00:23:01: Welche Learnings haben wir da mit gehabt immer wieder einen Austausch zu fördern.
00:23:05: Das ist eher das breite Wirksame.
00:23:07: Das besteht einerseits bei uns eben durch das Zufügen schnelles Tools aber auch durch virtuelle Formate die sehr breitflächig wirken und die dann auch mehr oder weniger in verschiedenen Fachberechen fortgesetzt werden um da in die Tiefe zu kommen.
00:23:22: Daneben hat man dann die Fragestellung ganz konkret, welche Use Cases habe ich, die ich umsetzen möchte.
00:23:27: Hier haben wir auch breitflächig am Anfang der ganzen KI-Initiativen, den wir vor ein paar Jahren nochmal neu gestartet haben oder noch mal vertieft haben einen Use Case Pool aufgemacht, denn wir entwickeln mit dem mit einem Cent of Excellence das wir in diesem Bereich aufgebaut haben, dass sehr stark zur Unterstützung dieser Themen da ist Und das auch mithilfe bei der Umsetzung von diesen Use-Cases.
00:23:53: Wobei nicht immer, dass wir die Use- Cases selbst dann umsetzen sondern dass wir natürlich wissen, dass am Britemark sehr viele Möglichkeiten vorhanden sind mit KI Probleme zu lösen und Angebote da sind und dieses Make or Buy sich immer gestellt wird inwieweit wir jetzt alles selber machen müssen weil ich glaube es ist auch ein wichtiger Punkt, dass man nicht alle selber lösen wird können.
00:24:16: dafür ist es zu... differenziert mittlerweile das Feld und auch von den Lernmöglichkeiten, die ich mit dem eigenen Datenhabe so eingeschränkt.
00:24:26: Sehr spannend!
00:24:27: Gibt es denn jetzt vielleicht zum Abschluss noch eine Frage sozusagen für unsere Zuhörer?
00:24:32: Gibt's so den einen oder anderen Ratschlag, den du Führungskräften mit auf den Weg geben würdest wie Sie gerade in größeren und auch vielleicht radeten Unternehmen technologische Transformation gut vorantreiben können?
00:24:47: Ein Punkt, das habe ich fast zum Vorgegen ist immer ganz gut auf die Kundinnen zu hören.
00:24:52: Weil die meisten sehr gute Wünsche haben was sie gerne hätten.
00:24:55: und dann stellt sich die Frage wie lässt sich das lösen?
00:24:57: Und oft ist an Technologie eine wesentliche Komponente dessen und der Grund warum man etwas macht ergibt sich dann sehr einfach.
00:25:04: Das sehen wir bei Kunden, dass er anspruchsvoll sind.
00:25:07: Das ist zwar auf der einen Seite natürlich die Organisation nicht einfach wenn Kunden ansprungsvoll sind andererseits ist es super weil dann bleibt man nicht stehen sondern versucht weiterzukommen.
00:25:17: Und glaube ich, das ist etwas was wir in der Vergangenheit sehr gut geschafft haben und was wir hoffentlich auch nach vorne schaffen werden.
00:25:23: Das andere eben ist das Gedankenkonstrukt, das ich sehr spannend finde aus der Innovationsecke eher in drei Elementen zu denken nämlich im Elementmarkt, im Element Technologie und im Verbindenelement das oft Geschäftsmodell dann heißt oder Prozessmodell, nämlich auf alle drei Aspekte zu schauen und dann im richtigen Moment die Themen aufzugreifen.
00:25:48: Manchmal sind die Märkte noch nicht reif, ein Beispiel das da ganz gut reinpasst ist wir haben jetzt die vierte mal eine Einführung der Elektromobilität bei der österreichischen Post.
00:25:59: Wir haben Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts das schon eingeführt und dann schon zweimal weiter einmal getestet Und irgendwann sind an den Rahmenbedingungen so dass es Reife ist.
00:26:08: Das hängt auch mit der Technologie zusammen fairerweise.
00:26:09: und das zweite eben ist man schaut wo die technologischen Reife gerade sind Das befruchtet sich sehr stark.
00:26:15: Aber wenn ich einen Wunsch am Markt habe, aber noch keine Technologie oder wirklich eine Technologie und noch keinen Wunsche am Markt.
00:26:21: Da kann man sich den manchmal schaffen, manchmal nicht und oft ist das wie man es sich schafft über das Geschäftsmodell und die entsprechende Positionierung.
00:26:30: Und natürlich was wir heute schon angesprochen haben, das Thema Need for Change wo wir uns zum Glück leicht tun, obwohl wenn ich in anderen industriellen Blicke denen jetzt oft sehr gut geht... Dann, bei Kolleginnen dann schon höhere, dass es nicht ganz so einfach ist diese Motivation für die Veränderung zu erzeugen.
00:26:46: Ja super!
00:26:47: Das sind doch wunderbare Abschlussworte.
00:26:50: Andreas jetzt hat mich sehr gefreut, dass du heute bei uns zu Gast warst und das du auch so offen deine Erfahrungen und deine spannenden Einblicke mit mir und den Zuhörern geteilt hast.
00:27:00: Danke dir.
00:27:01: Vielen Dank für die Einladung.
00:27:02: Bleibt mich.
00:27:04: Dann bleibt mir nur noch sie liebe Zuhöhrer aufzurufen unser Newsletter zu registrieren.
00:27:10: Sie können auch diesen Podcast abonnieren und natürlich auch sehr gerne mit Kolleginnen teilen.
00:27:15: Da bin ich zum nächsten
00:27:30: Mal!
Neuer Kommentar