#32 - „Verwaltung im digitalen Raum ist mehr als ein Behördenportal“
Shownotes
Digitale Souveränität, KI-Agenten und die Verwaltung der Zukunft: Wie muss sich der öffentliche Sektor aufstellen, um handlungsfähig zu bleiben?
In dieser Folge von Debug the Future sprechen Andreas Odenkirchen und Matthias Schlemmer mit Benedikt Schraik, CTO der Stadt Wien. Gemeinsam diskutieren sie, wie digitale Souveränität in der Praxis entsteht, welche Rolle KI künftig in der öffentlichen Verwaltung spielen wird und warum die Digitalisierung von Behörden nur ein Teil einer viel größeren Transformation ist.
Benedikt spricht über:
• Warum digitale Souveränität vor allem eine Frage von Wissen, Kompetenzen und Entscheidungsfreiheit ist • Wie sich die Stadt Wien technologisch unabhängiger aufstellt und welche Rolle offene Plattformen dabei spielen • Weshalb Verwaltung im digitalen Raum weit über digitale Behördengänge hinausgeht • Welche Herausforderungen durch KI, Plattformen und neue digitale Zuständigkeiten entstehen • Wie die Stadt Wien KI bereits heute produktiv einsetzt – von Wissensarbeit bis hin zu medizinischen Anwendungsfällen • Wann die ersten KI-Agenten eigenständig Verwaltungsentscheidungen vorbereiten und bearbeiten könnten
Außerdem geht es um die Frage, welche Aufgaben künftig von privaten Plattformen übernommen werden sollten, welche Verantwortung beim Staat liegt und wie Verwaltung in einer zunehmend digitalen Gesellschaft neu gedacht werden muss.
Transkript anzeigen
00:00:06:
00:00:20: Ja, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts Die Bug the Future.
00:00:24: Mein Name ist Andreas Ohnenkirchen und ich sitze heute hier mit meinem Kollegen Matthias Schlemmer den ihr auch schon aus der letzten Folge kennt, der hier im Podcast ja auch in Zukunft häufiger dabei sein wird um seinen strategischen Blick auf Daten- und KI Themen einzubringen aber vor allem auch um die Data & AI Community aus Österreich auch noch stärker in den Podcast integrieren.
00:00:40: Hi Matthias, wie geht's dir heute?
00:00:42: Danke.
00:00:43: Mir geht es sehr gut!
00:00:44: Der Sommer ist ja jetzt letztlich in Wien eingezogen und das genieße ich natürlich sehr – und ich freue mich natürlich besonders dass wir heute wieder mal gemeinsam einen Podcast aufnehmen.
00:00:53: Was gibt es denn bei dir so neu so ein neues Thema, Daten- und KI?
00:00:57: Ja, es ist ja gerade mal wieder Konferenzsaison.
00:00:59: oder also immer im Frühling und im Herbst stehen die ganzen Data & AI-Konferenzen an und jetzt war ich den letzten Tag in Berlin auf der Data Masterclass Was echt ein cooles Event ist mit über hundert Data und AI-Liedern aus Europa.
00:01:09: Und das, was ich da nochmal gespürt habe, ist wirklich in jedem Unternehmen nicht nur bei den großen Konzernen sondern auch wirklich im Mittelstand und in den Startups sind zwischen dann unheimliche Appetit auf KI.
00:01:19: Jeder setzt Agenten auf, baut interne Kompetenzen auf.
00:01:21: also da ist schon etwas in Bewegung gekommen die letzten Jahre und hat sich noch mal beschleunigt.
00:01:25: Das war echt nochmals schön zu sehen!
00:01:28: Ja es geht ja auch munter weiter.
00:01:29: nächste Woche dann VivaTec in Paris.
00:01:30: Also ich glaube gerade ist jede Menge los viele Tech Announcements auch.
00:01:34: Es ist grad spannend.
00:01:35: War die auch Matthias?
00:01:37: Absolut, ich kann das nur bestätigen.
00:01:39: Ich war auf der Tech in Heilbronn auch da.
00:01:41: ein großes Thema, Daten und Krieg klarerweise spannend für mich zu sehen.
00:01:46: relativ viel auch natürlich geopolitisch sehr viel zum Thema Souveränität, wir werden dazu ja heute noch ein bisschen kommen Und ich war gestern tatsächlich im großen Workshop mit Handelsunternehmen in Köln und auch da ist ganz klar geworden es beschäftigen sich alle mit dem Thema Ein oder andere in Tiefe natürlich, aber das Thema selbst lässt halt genau niemanden kalt und das ist privat wie wir hoffentlich so.
00:02:10: Und wie ist es dir letztes Mal ergangen?
00:02:11: Du hast ja deine erste Podcast-Folge dann alleine aufgenommen.
00:02:14: Wie ist dir so ergangen als Haus bei uns?
00:02:16: Ja, das war eine tolle Erfahrung.
00:02:19: Ich durfte mit Andreas Thöni sprechen.
00:02:20: Er ist Leiter der Konzertstrate, Digital und Innovation bei der österreichischen Post Und wir haben natürlich darüber gesprochen, auch da was der Einfluss von KI, Technologie und Daten für die Post von morgen eigentlich darstellt.
00:02:32: Also doch ein wichtiger großer Logistiker in Österreich und was das dann natürlich für die Strategie, die Prozesse und die Menschen bedeutet?
00:02:40: Heute wechseln wir sozusagen den Sektor ein bisschen und sprechen über die öffentliche Verwaltung, worauf ich mich schon sehr freue.
00:02:46: Wir haben heute nämlich Benedikt Schreikers Gast.
00:02:48: Er ist der CTO der Stadt Wien.
00:02:50: Hallo Benedikt!
00:02:51: Grüße euch schönen Tag zusammen.
00:02:53: Vielleicht starten wir gleich so rein.
00:02:55: Würdest du uns ein bisschen was von deinem Werdegang erzählen und die Inhalte der aktuellen Rolle, damit wir verstehen, was so ein CTO oder Statuen macht?
00:03:03: Ja sehr gerne!
00:03:04: Also ich habe Informatik studiert ganz klassisch, hab dann nach dem Studium bei Stradigent einige Jahre in einer Beratung verbracht, war dann einige Jahre, fünfundhalb Jahre bei den Wiener Startwerken im CEO-Office für den Themenbereich Digital Transformation verantwortlich.
00:03:19: dreieinhalb bis vier Jahren in der Stadt Wien zuständig für Architekturdaten und Governance, kümmere mich also um alle querschnittlichen Plattformfragen, um unser Basisrechenzentrum.
00:03:31: Also alle Infrastrukturlastigen-Themen aber auch die Themen Data und EI und eben auch DIT Governance.
00:03:39: Ja super spannend!
00:03:39: Jetzt hast du gerade erwähnt, du warst vorher an der Strategie Beratung.
00:03:43: Wie hat dir denn dein Karriereweg geholfen, um mit der aktuellen Rolle erfolgreich zu sein?
00:03:48: Die Stadt ist mit sixty-fünftausend Mitarbeitern einer der größten Konzerne in Österreich und es hilft aus meiner Sicht sehr, wenn man auch andere Unternehmen vorab sehen konnte.
00:04:00: Und weiß wie die funktionieren weil sich die Verwaltungen glaubt man immer ist ein bisschen besonders.
00:04:06: Am Ende ist aber trotzdem einfach eine große Firma mit einem breiten Aufgabenportfolio und mir hilft das enorm Auch andere Branchen.
00:04:15: vom Banking im Technologiebereich war ich schon mal bei IT-Anbietern, im Energy & Utility Bereich der den Stadtwerken diese Branchenerfahrung mitzunehmen in den öffentlichen Sektor zu wissen wie ticken Konzerne welche Prozesse muss man beachten wo kann man Entscheidungen vorantreiben?
00:04:33: und dann aber in meiner aktuellen Rolle ziehe ich natürlich auch sehr stark von meinem Grundverständnis von IT.
00:04:39: Das ist mit dem zunehmenden Voranschreiten der Digitalisierung wird IT wichtiger.
00:04:45: Man muss das grundlegend verstehen und das merke ich schon zunehmend dieses Basiverständnis, dass sich aus der Ausbildung mitnehmen.
00:04:53: Das hilft mir ganz enorm.
00:04:55: Jetzt sprechen wir hier im Podcast ja vor allem über Daten- und KI-Themen.
00:04:59: Für dich als CTO ist wahrscheinlich das Themenfeld noch ein bisschen breiter?
00:05:01: Was sind so für dich die Topthemen gerade in der öffentlichen Hand?
00:05:05: Also in Österreich dominiert momentan ganz stark das Thema Budgetkonsolidierung und Effizienzsteigerung.
00:05:11: Das ist wirklich das Thema, dass auf und runter diskutiert wird.
00:05:16: Wir haben diverse Krisen hinter uns und immer noch da von Corona über Ukraine bis jetzt zum Iran.
00:05:24: Das ist ein Riesenthema, trifft uns auch ganz massiv in der IT.
00:05:28: hier seit die Preisteigerung wegen RAM und GPU angesprochen.
00:05:34: Wir merken das jetzt zunehmend in der Verfügbarkeit von Hardware, also eigentlich ganz klassische Themen die noch nicht so sehr viel mit Innovation zu tun haben.
00:05:41: aber das Thema Budget-Konsolidierung treibt die Verwaltung an sich und die IT der Verwaltung ganz massiv um.
00:05:48: Das zweite Thema über das wir ganz intensiv sprechen ist das Thema Personalveränderungen im Kontext der Pensionierung Also sprich die Spieler Stadtverwaltung mit unseren sixty tausend Leuten.
00:05:57: Wir haben da mal eine Interhochrechnung gemacht.
00:06:01: Das hat sich immer irgendwie weiter wegangehört, aber das ist in vier Jahren oder dreieinhalb gehen zwanzigtausend Leute in Pension.
00:06:10: Das ist ein Drittel unserer Belegschaft.
00:06:12: und jetzt ist das Ziel natürlich da viele davon zu ersetzen und neue Menschen noch Mitarbeiter zu finden.
00:06:19: Aber das bedeutet de facto einen großen Austausch von Erfahrungen, von Zugängen, von Ansätzen wie man arbeitet Das On-Borden einer neuen Generation von Mitarbeiterinnen in der Verwaltung.
00:06:34: Und das wird mit uns einiges machen.
00:06:35: und das dritte große Thema, dass uns halt schon auch in Wahrheit wegen den ersten beiden umtreibt ist das Thema Modernisierung und Digitalisierung.
00:06:44: Wir haben in Österreich den Vorteil und auch als Stadt Wien, dass wir sehr früh und sehr gut mit digitalen Plattformen und Systemen unsere Verwaltungsprozesse unterstützt haben.
00:06:54: Haben dadurch jetzt aber die Herausforderung zunehmend mit Modernisierung oder an der Modernisierung arbeiten müssen, weil Systeme in einen Lebensabschnitt kommen wo sie einfach ersetzt werden müssen.
00:07:08: Wo es modernere Systeme gibt und das beschäftigt uns wirklich Tag für Tag zu schauen wo investieren wir welche Ressourcen um ein System zu ersetzen dann auch zusätzliches System hochzuziehen?
00:07:23: IT wird zunehmend der relevante Treiber für unsere Dienststellen in der Stadt, um ihre Leistung auch herbringen zu können.
00:07:30: Also das Thema Modernisierung und Digitalisierung ist das dritte ganz große Thema, das uns bewegt.
00:07:36: Ja super spannend!
00:07:37: Kann ich mir gut vorstellen?
00:07:38: Wir sehen es natürlich auch in der Privatwirtschaft ganz stark – dass Technologie eigentlich immer stärker auch Prozesse.
00:07:45: Ich weiß nicht ob das wahr dominiert das Richtige ist aber der Einfluss wird halt viel viel stärker.
00:07:50: Digitalisierungs überall.
00:07:52: Ein großes Thema ist natürlich da das Thema KI, um da gleich mal rüber zu schwenken.
00:07:57: Also der Öffel hier.
00:07:58: Diskurs ist ja an und für sich rund um das ThemaKI seit Monaten ungebrochen und der Diskurs is stark und wäre es auch sehr emotional.
00:08:08: Und in dem Zusammenhang ich hatte vor erwähnt auf der Tech war das sehr eindeutig.
00:08:13: aber gerade auch im Zusammenhang mit dem öffentlichen Sektor ist da natürlich ein ganz viel diskutiertes Schlagwort das Thema digitale Souveränität.
00:08:21: Welche Meinung hast du denn dazu?
00:08:23: Digitale Souveränität diskutiere ich dieser Tage sehr regelmäßig, weil das viele umtreibt in der Verwaltung von der politischen Ebene über die verwaltungsinterne Spitze bis zu sozusagen der Bevölkerung.
00:08:37: Erratische Entscheidungsstrukturen in anderen Verwaltungen der Welt bewirken da so ein bisschen, dass wir da viel aktiver drüber nachdenken.
00:08:47: Aus meiner Sicht ist es so, Nicht heißen darf, dass wir uns abkapseln und isolieren.
00:08:53: Und sozusagen jede Art von Innovation nicht mehr mitmachen die am Weltmarkt stattfindet sondern digitale.
00:08:59: Souveränität muss aus meiner Sicht heißen Entscheidungsfreiheit und Entscheidungs.
00:09:04: Freiheit bedeutet oder Entscheidungsbreit kann ich haben wenn ich ein paar Grundlagen erfülle.
00:09:10: Was sind das?
00:09:10: Aus meiner Sicht Das wichtigste ist Internetwissen.
00:09:15: Ich kann nicht frei über Technologien, Anbieter entscheiden wenn ich nicht weiß wie neue innovative Technologin funktionieren.
00:09:24: Wenn ich nicht weiss wie ich sie einsetzen kann, wenn ich keine Idee dazu habe sozusagen wo mir das einen Mehrwert an den Nutzen stiftet.
00:09:33: und drum aus meiner Sicht für Souveränität muss sich zwangsläufig eigenes Wissen bereitstellen.
00:09:38: eigenes wissen aufbauen das heißt nicht aber alles selbst machen also irgendwie Systeme nachzuentwickeln oder nachzubauen ist nicht damit bedingt, sondern wirklich wissen.
00:09:51: wie setz ich es ein strategisches Wissen?
00:09:53: was kann das und noch bei den Kolleginnen und Kollegen aufbauen.
00:09:58: Ich finde es ganz spannend was du gerade sagst weil ich habe das Gefühl die Diskussion ist häufig sehr geprägt davon sagen wo liegen denn unsere Daten?
00:10:05: ja wo sind die Server?
00:10:06: sind sie in der EU?
00:10:07: da sind sie außerhalb auch grade so die technische Abhängigkeit zu großen Tech-Konzernen, ob jetzt den USA oder woanders.
00:10:14: Und du bringst ja noch mal einen ganz anderen Aspekt dran und sagst naja um die Diskussion führen zu können muss ich erstmal auf Augenhöhe auch diskutieren und dafür muss sich erst einmal das Wissen aufbauen oder?
00:10:21: Also es hängt natürlich zusammen aber du gehst nochmal ein Schritt zurück und sagest Erstmal muss ich mich in die Lage versetzen das zu verstehen und dann auf Augenhöhle diskutieren zu können und dann kann Ich auch drüber sprechen Wo liegen die Daten was die richtige Technologie?
00:10:32: und Den Punkt vermisse ich in der öffentlichen Debatte tatsächlich.
00:10:35: von daher danke für diesen Impuls.
00:10:37: Sehr gerne, also absolut Andreas so ist das.
00:10:40: Wir als Stadt haben tatsächlich vor zweieinhalb drei Jahren begonnen Mdr-vonsechzig in der Stadtverwaltung einzuführen.
00:10:48: Also die Office Lösung von Microsoft.
00:10:51: und was wir halt sehen is mit zunehmendem Einsatz und zunimmenden Wissen kann man sehr viel pointierter und spezifischer benennen welche Anforderungen man hat in der Souveränitätsdebatte.
00:11:05: weil es ist eben nicht dasselbe, ob ich auf irgendeine Mitschrift oder irgendeinen... Ich sage jetzt mal Anzettel den ich mir halt zusammengeschrieben habe Zugriff hab.
00:11:15: Oder ob ich einen hoheitlichen Aktzugriff habe wo ein Bürger irgendeiner Anlage oder eine Genehmigung bekommen hat.
00:11:23: Diese Benennung dafür ist eben das Wissen voraussetzung.
00:11:27: Daneben ist beim Souveränitätsthema der IT-Markt aus meiner Sicht ein weltweiter Markt.
00:11:36: die Fantasie, dass wir in Europa alle selbst entwickeln und selbst betreiben, der hänge ich nicht so an.
00:11:43: Und ich glaube auch nicht, dass man als Einzelunternehmen souverän werden kann.
00:11:50: Am Ende, das müsste bedeuten... Ich habe alle vom, weiß ich nicht, Netzwerkkartenträber bis zum KI-System, kann ich irgendwie alles selber entwickeln.
00:12:04: Da sehe ich irgendwie wenig Potenzial, wir haben in der IT mit zu vielen Anforderungen für zu wenige Leute zu kämpfen.
00:12:12: Das sehe ich nicht wie wir das realisieren können und darum glaube ich dass das Thema Souveränität eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung ist und nur eine gesamtesellschaftliche Lösung haben kann und daher auf europäischer Ebene gelöst werden muss.
00:12:27: also sprich wir müssen klare Regeln für das Mitwirken im europäischen Markt, im europäischen Technologiemarkt aufstellen.
00:12:36: Benennen was Unternehmen die hier mitmischen wollen erfüllen müssen und welche Rahmenbedingungen die einhalten müssen.
00:12:45: also das ist dann von wohligen Daten.
00:12:48: an wen werden Daten bei Ermittlungsbehörden- und Gerichtsverfahren herausgegeben usw.
00:12:54: Das ist eine gesellschaftliche Debatte die geführt werden muss und dann muss man der Anbieter aus meiner Sicht Zwingen diese Anforderungen zu erfüllen rechtlich und dann können sie am europäischen Markt Geschäft machen.
00:13:05: Die Fantasie, dass man als Einzelunternehmen vollständig autark oder souverän wie auch immer man das dann bezeichnen will ist sehr schwer realisierbar.
00:13:15: einfach deswegen weil wir auch immer als Unternehmen selbst aus Stadt Wien mit unserer Größe von Anbietern abhängig sind.
00:13:23: also sprich Wir haben auch europäische Anbieter, von denen wir de facto abhängig sind weil wir eine SAP Software einsetzen.
00:13:29: Weil wir einen elektronischen Aktien, wenn ich selbst entwickelt habe, einsetzen.
00:13:33: da gibt es immer Abhängigkeitsverhältnisse.
00:13:35: die managen wir aber aktiv und suchen uns unseren strategischen Partner bewusst aus das heißt der strategische Partnerschaft.
00:13:44: also sprich ich schenke dem Partner gewisses Grundvertrauen dass er mich nicht übers Ohr haut und mit mir gemeinsam strategisch etwas weiterentwickelt.
00:13:53: typischerweise Freuen sich Unternehmen, wenn sie mit der Stadt Wien zusammenarbeiten dürfen.
00:13:57: Das ist für uns sehr hilfreich!
00:13:59: Ja wir wollen dann auch für langfristige Partnerschaften entscheiden weil das hilft uns dann und dem Partner dass wir bessere Lösungen für die Verwaltung und für die fachlichen Tätigkeiten in der Stadt haben aufstellen können.
00:14:10: Wenn ich da vielleicht kurz einhaken darf Ich fand einen Aspekt doch sehr wichtig den ich gerne nochmal betonen würde Du hast sehr schön von Europa gesprochen.
00:14:19: Ich glaube das ist auch wichtig, dass wir verstehen es ist auch keine österreichische oder keinerlei deutsche Sache sondern das ist etwas wo wir als europa zusammenkommen müssen um da etwas gemeinsam entwickeln zu können.
00:14:32: Absolut also vielleicht auch hier noch ein kleiner Exkurs.
00:14:35: letzte Woche hat die Europäische Kommission den Entwurf für den Cloud und AI Development Act vorgelegt der aus meiner Sicht sehr gute erste Ansätze drin hat um das Thema ein bisschen sachlicher und strukturierter anzugehen, weil da werden Souveränitätslevel definiert.
00:14:52: Da wird dann auch vorgegeben sozusagen was erfüllt werden muss damit man welches Level erreicht.
00:14:58: Da sind Zertifikate für Anbieter vorgesehen.
00:15:01: Das sind alles Dinge die werden uns in Europa helfen, weil die Last sozusagen eine Art Souveranität herzustellen weg geht von den von den Einsetzungsunternehmen, also von den Kunden hin zum Anbieter der ja viel mehr Information hat wie Rennzeinsystem.
00:15:17: Am Ende für mich als Kunde ist es extrem schwer insbesondere halt bei Cloud Services reinzuschauen in ein fertiges SAS Produkt.
00:15:28: wo läuft das?
00:15:29: Wo sind Datenströme und wie schaut die Governance dahinter aus?
00:15:34: Ich meine, die Debatte ist ein bisschen zugespitzt auf diese Cloud Services und KI-Services.
00:15:38: Aus meiner Sicht ist Souveränität aber auch für ganz normale on-premise installierte Software von genau gleicher Bedeutung weil am Ende des Tages wenn ich keine Updates mehr bekomme, Cloud Mythos und Co sind in aller Munde das dauert nicht lange bis dann irgendwann die Sicherheitslücke gefunden ist, die dazu führt dass sich de facto meine Software abtrennen muss.
00:15:55: also das ist kein Cloud Thema undi sondern es ist genauso on premise Ja deswegen schwierig als Einzelunternehmen lösbar.
00:16:03: vor allem Es ist halt auch so, bei uns die Mitarbeiter sind ja nicht immer nur bei der Stadt beschäftigt.
00:16:09: Die haben eine gewisse Erwartungshaltung, eine gewissen Historie was den Einsatz von IT-Produkten angeht, die es jetzt noch im privaten Bereich IT- Produkte ein.
00:16:18: Damit entsteht auch eine Erwartungshaltung, was sie können sollen, was die so ungefähr machen und am Ende die Bedienung ist ähnlich.
00:16:26: Und diese Erwartungenhaltung muss man selbstverständlich als IT erfüllen weil hat niemand was davon, wenn die Krankenschwester im Krankenhaus mehr Zeit mit dem Rechnungsschreiben verbringt als mit den Patienten zu sprechen oder die Kindergärtnerinnen dann nur noch am Computer sitzt weil es irgendein Dokument nicht bearbeiten kann anstatt die Kinder zu betreuen.
00:16:47: Also da ist ein natürlicher Anspruch der Belegschaft dar, den verstehe ich und deswegen muss man das gesellschaftlich lösen, weil Einzelunternehmen werden sich das schwer tun.
00:16:57: Ja, finde ich ein total spannender Aspekt.
00:16:59: und auch da wieder die Parallele zur Privatwirtschaft.
00:17:02: Im Grunde sieht das der durchaus Themen, die genau auch die Unternehmen rumtreiben da draußen.
00:17:08: Der Aspekt in Dunant ist fand ich sehr spannend nämlich ich kann ja eigentlich gar nicht unbedingt da jetzt genau anderte Hut schauen sozusagen was jetzt der Anbieter wirklich im Hintergrund tut.
00:17:18: Und große Konzerne können hier noch mit Rechtsabteilungen in Co.
00:17:21: vielleicht weitergehen, bei keinem Mittelbetrieb schaut es dann schon anders aus und deswegen ist das sicherlich begrüßenswert was du sagst dass wir auf europäischer Ebene einen Rahmen schaffen der auch in gewisser Weise Sicherheit gibt gerade auch den kleinen Unternehmen.
00:17:33: Ich kann auch noch ergänzen die Stadt Wien hat eine gewisse Größe aber auch die Stadt Win tut sich bei sehr großen Unternehmen also wir reden dann auch mit den ganz großen Tech Firmen auch schwer Informationen zu bekommen und eigene Wünsche durchzusetzen.
00:17:48: Also ich glaube, man muss das hier so benennen wie es ist.
00:17:50: Da gibt's eine Weltmarktsituation und wir sind natürlich groß aber im globalen Bereich sind wir dann ein Staat.
00:17:57: trotzdem nicht der größte Grunde von solchen Big Tech Unternehmens.
00:18:01: Ja absolut, sehr guter Aspekt!
00:18:04: Ich meine, wir können es ja auch an einem Beispiel mal ganz konkret machen.
00:18:06: Also gerade in Deutschland in der öffentlichen Diskussion nehme ich sehr stark wahr so dieses Thema Office-Produkte Outlook und so weiter.
00:18:14: Ja also wäre das für dich ein Beispiel wo ich sage das E-Mail-Programm Das muss sich jetzt nicht selber erfinden.
00:18:19: Das ist irgendwo Comedy.
00:18:20: aber ich muss dann doch irgendwo hinterfragen Wo werden die Daten gespeichert?
00:18:23: Wie werden sie übermittelt?
00:18:24: Also ist das für Dich so ein Beispiel?
00:18:26: Wo du da genau diese Fragen stellst oder wie schaust Du darauf?
00:18:30: Office ist tatsächlich aus.
00:18:32: Ich weiß nicht genau warum, aber dort terminiert diese digitale Souveränitätsfrage sehr häufig.
00:18:38: Meine eigene Erklärung ist das kennt halt jeder da kann jeder irgendwie eine Meinung dazu haben weil das benutzt auch jeder.
00:18:46: aus meiner Sicht wenn ich jetzt die ganze IT-Organisation betrachte wir haben uns das auch mal intern für die Stadt angeschaut ist Office eigentlich nur ein kleiner Teil wo wir gar nicht so viele Ressourcen reinstecken.
00:18:56: Da sprechen mir über fünf oder zehn Prozent der IT-Ressourcene mal sozusagen Personal und Budget eraggregiert betrachtet.
00:19:03: Trotzdem ist das irgendwie, das betrifft jeden, dass emotionalisiert jeden weiß nicht, ich erkläre mir das auch so die Grundvermutung ist da oder eigentlich ist meine Erwartungen ja, dass der US-Präsident meiner E-Mails persönlich mitliest.
00:19:16: Drum, es ist für mich ein bisschen die emotionale Erklärung warum das bei Office so stark terminiert.
00:19:21: aber ja, das ist auf jeden Fall so ein Commodity Produkt, dass man aus meiner Sicht nichts selbst entwickeln sollte weil die ganze Welt hier gleiche Anforderungen oder sehr spezifische standardisierte Anforderung hat und wir als Einzelunternehmen oder als Einzelferwaltung statt der Wien, sehr wahrscheinlich nicht auf dem gleichen Innovationsfahrt mit dem gleichen Innovationzyklus mithalten können wie die gesamte Welt.
00:19:48: Darüber hinaus haben ja eben auch hier wieder das Thema Mehr Anforderungen als Menschen in IT.
00:19:56: Und jetzt muss ich mich halt entscheiden, welche Dinge lagere ich aus?
00:20:00: Da ist mir viel lieber.
00:20:02: ich lagere Dinge die hoch spezifiziert, hoch standardisiert sind, die die ganze Welt gleiche einsetzt sie Menschen in der Verwaltung aus anderen Erfahrungen auch kennen Aus wie zum Beispiel das Office Produkt Weil da muss sich selber gar nicht so viele investieren in die Auftragsbeschreibung.
00:20:18: Wie soll sich das weiterentwickeln?
00:20:19: weil das is eh ein standardisiertes Ding wo ich davon ausgehen kann, dass neue Mitarbeiter wenn sie zu uns kommen das aus ihrer Vorerfahrung auch kennen und da tue ich mir halt viel leichter dabei.
00:20:29: Daneben ist es dann praktisch so, dass der Wert von Office ein bisschen überschätzt wird aus meiner Sicht Wenn wir das für die Stadt Wien runterbrechen.
00:20:39: Wir speichern die hochheitlich relevanten Dokumente in unserem elektronischen Akt.
00:20:43: Der läuft in unserer Umgebung Den haben wir sehr gut unter Kontrolle Der hat doch nichts mit der Firma Microsoft zu tun.
00:20:50: Ja, wir setzen dann Word ein um Dokumente zu bearbeiten.
00:20:54: Aber in der Zukunft sollte das aus meiner Sicht in eine Richtung gehen wo man das sowieso nur noch Browser basiert im Online bearbeitet und das Ganze mit Word viel weniger zu tun hat weil wir wollen es ja automatisieren voll digitalisieren usw.
00:21:08: also ich kann auch über die letzten Jahre drauf schon sagen Die Office Integration wird zunehmend weniger wichtig und das ist sogar strategisch so, dass wir weg wollen von dieser tiefen Office Integration.
00:21:21: Weniger wegen der Souveränität mehr wegen der Praktikabilität und Automatisierbarkeit.
00:21:26: also sprich so wichtig ist für uns tatsächlich office gar nicht.
00:21:30: Und wir stellen als Stadt weil wir natürlich hier verantwortlich mit großer Verantwortlichkeit vorangehen wollen auch Ersatzprodukte bereit.
00:21:38: Also Wir haben im internen Software-Katalog LibreOffice und OpenOffice verfügbar, haben mit Alfresco auch ein Dokumentenablagesystem.
00:21:46: Das was meiner Sicht sehr ähnlich ist wie die M-Trip-Vomit-Sechsig Suite verfügbare für unsere Kolleginnen und Kollegen Setzen, Workloads ein, wo wir bewusst sagen die wollen wir nicht zu mdre.mv verlagern.
00:22:00: auch hier weniger wegen der Souveränität sondern mehr wegen der Stabilität und Kontrolle weil wir wollen sozusagen Updates ein bisschen selber kontrollieren und und selber kontrollierend wie die Funktionen sich verändern Und haben das sozusagen direkt Ressourcen und Fallback-Szenarien in Place sollte tatsächlich etwas passieren und daher sehe ich dass gar nicht so kritisch diese Abhängigkeit.
00:22:25: Ja, die Probleme entstehen weniger in der Business-Relation also BtoB konnten sondern die Probleme mit dem Souveränitätsthema, den man auch medial verfolgt.
00:22:34: Ich kriege die typischerweise sehr zeitnahe eine Inbox zu mir, also per E-Mail, per Chatnachricht oder ähnlichem.
00:22:43: ich verfolgte auch tatsächlich.
00:22:45: die Erkenntnis, die ich dabei immer wieder habe ist Das Problem sind die BtoC-Konten und nicht die BTOB Konten, weil die B to B Konten da gibt es einen Vertragswerk.
00:22:54: Da haben wir uns angeschaut bei jedem Cloud Service was muss der Vertragspartner erfüllen?
00:22:58: welche Rahmenbedingungen hat er?
00:23:00: wann darf erkündigen?
00:23:01: Wir sind selbst die verantwortliche Stelle für den Einsatz von diesen Produkten.
00:23:04: also da ist der Softwareanbieter tatsächlich vertraglich ziemlich gebunden was der tun darf.
00:23:10: Bei den btc Konten also privates iCloud Konto, privates Google Konto oder privates Microsoft Konto Da ist das anders, da bezahlt man ihn im Prinzip fürs gratis Konto mit Rechten und typischerweise alles was man so medial liest irgendwie Konto XY Bankverbindung XY wurde bei Personen gesperrt.
00:23:31: War ja die letzten Monate und Jahre durchaus immer wieder in den Medien.
00:23:36: alle Fälle die ich mir angeschaut habe treffen dann die B to C Konten und weniger die btb Konten.
00:23:42: Und da muss man ein bisschen stärker hinschauen.
00:23:43: aus meiner Sicht wie kann man Bürgerinnen wenn sie als Endkunden unterwegs sind, besser schützen im digitalen Raum.
00:23:49: Ja da hast du noch mal einen sehr guten Punkt angesprochen weil ich glaube auch die digitale Souveränität ist jetzt auch nicht etwas was nur die öffentlich Hand und Verwaltung dann eben erbringen kann sondern das betrifft uns alle und letztlich auch jeden einzelnen Bürger.
00:24:01: und da gibt es sicherlich auch vieles was im privaten dann geschehen muss damit wir in Summe Digital-Soveräen werden oder?
00:24:08: Absolut!
00:24:09: Und gerade der private Bereich ist aus meiner Sicht auch beleuchtet.
00:24:14: Wir setzen ganz viele global verfügbare Services ein für das Privatleben von irgendwelchen Maps-Lösungen über Mailing, über Chat, über Social Media.
00:24:26: Das wird unterschätzt.
00:24:27: was hier wenn es einen großflächigen Ausfall gibt an Themen kommen weil ich weiß nicht wie viele Menschen halt schon abhängig sind davon an ihr Ziel zu kommen mit einem globalen Maps Anbieter egal welcher Plattform Da bin ich mir nicht sicher, was dann passiert und ob das kritischer ist als wenn das ein oder andere Mailkonto ausfällt.
00:24:48: Gibt es da irgendwie von dir so zwei drei Tipps die du jedem mitgeben würdest, wo du sagst, dass sind so die Do's und Don'ts, die du für dich persönlich mal identifiziert hast?
00:24:56: Prüster-Tipp ist tatsächlich eine eigene E-Mail Adresse zu haben also sprich irgendwie eine Nicht Gmail oder iCloud E-Mail Adresse zu nutzen, wenn es geht auf die man auch Zugriff hat unabhängig von Big Tech Anbietern.
00:25:09: also sprich dass wir hier nicht aus allen seinen Konten rausfliegt.
00:25:11: Wenn er gesperrt ist.
00:25:14: und das zweite ist tatsächlich ein bisschen Zeit in dieses Thema reinzuinvestieren wo und wie könnte ich denn Nachteile haben wenn mein Konto bei x oder y gesperbt wird?
00:25:24: Also tatsächliche ist auch hier wieder glaube ich Wissen Key!
00:25:27: Wenn Ich weiß und darüber nachdenke wo bin ich denn angreifbar als Einzeltperson ... kann ich mich auch besser schützen.
00:25:34: Ja, danke für diese Tipps!
00:25:36: Das betrifft ja jetzt jeden Einzelnen von uns... ... hast du auch solche Tipps nochmal für die Verwaltung?
00:25:40: Was würdest du da noch mal mitgeben?
00:25:42: Auf jeden Fall also wir das Verwaltungen tun einiges selbst.
00:25:45: Also sprich wir setzen bei uns in der Infrastruktur auf Anbieter ... ... neutrale Architekturen.
00:25:51: Wir setzen zum Beispiel OpenShift ein um uns von Einzel-Cloud-Anbietern mit einer Virtualisierungsschicht unabhängig zu machen und überall unsere Systeme betreiben zu können.
00:26:00: Wir setzen auf API-Management, um Systeme sozusagen technisch zu entkoppeln.
00:26:06: aber die Verwaltung kann auch als Vorbildfunktionen mit ihrer Gesamtheit voran gehen und Europa aus meiner Sicht da besser aufstellen nämlich über den Hebel des der öffentlichen Vergabe man musste auch nur zum Beispiel nach Amerika schauen landesweit gültiges Regime aufgestellt, welche Bedingungen man an digitale Souveränität erfüllen muss um im öffentlichen Sektor Aufträge bekommen zu können.
00:26:35: Und was dort passiert aus meiner Sicht ist sehr vorbildhaft für Europa.
00:26:39: die Anbieter holen sich diese öffentlichen Zertifikate die sie brauchen damit sie für diesen ganzen großen Topf der öffentlichen Beschaffung marktfähig sind und private Anbieten können das auch voraussetzen und sagen bitte erfüllt doch dieser Lizenz und holte dieses Zertifikat, weil dann kann ich darauf vertrauen dass du digital souverän bist.
00:26:58: Also sprich wir als Verwaltung können mit unserer Beschaffungsmacht gesamthaft gesehen in Europa aus meiner Sicht durchaus die Bresche schlagen für Privatunternehmen die sich dann einfach anhängen können an solche Zertifikate.
00:27:12: Und zum Schluss Ich glaube tatsächlich wenn es wirklich zu großen Verwerfungen kommt das Menschen sehr veränderungswillig sind.
00:27:21: Also sprich wenn dann wirklich so ein Fall eintritt der ganzen Stadt Wien wird irgendein Cloud Service abgedreht, sagen wir jetzt mal irgendeinen Office Produkt.
00:27:32: Dann bin ich sehr überzeugt dass dann die Kolleginnen und Kollegen sehr veränderungswillig sind und schnell auch andere Office Lösungen wie LibreOffice oder OpenOffice in ihren Arbeitsaltern integrieren werden.
00:27:50: Wenn es da gut funktionierende Alternativen gibt, werden die auch benutzt.
00:27:54: Ich war zuletzt in Norwegen im Urlaub.
00:27:56: Dort ist für Payment die WIPS-App im Einsatz.
00:27:59: das wird wirklich breitflächig akzeptiert und eingesetzt.
00:28:03: also da kann man mit US Produkten zum Beispiel kein Thema.
00:28:07: darum glaube ich auch für den deutschsprachigen Raum ist das durchaus nicht verloren und man kann da durchaus mit guten Produkten noch einiges verbessern.
00:28:16: Super, besten Dank!
00:28:19: Lass uns vielleicht vom Thema Digitalesouveränität jetzt übergehend zur Frage nach der Verwaltung im digitalen Raum.
00:28:26: wäre... Also das letzte Mal getroffen haben wir ja schon angefangen darüber zu diskutieren.
00:28:30: ich fand es sehr spannend dass du deine relativ klare Sicht hast nämlich vor allem auch in der Unterscheidung zwischen was ist Verwaltungen im digitalem Raum?
00:28:37: Und was ist so die klassische Digitalisierung von Behörden wegen, die ja in Österreich aus meiner Sicht sehr groß ist und schnell vorangetrieben wird.
00:28:46: Kannst du uns da vielleicht deine Sicht geben?
00:28:49: Ja, sehr gerne!
00:28:50: Danke für die Frage also... Aus meiner Sicht das Thema Verwaltung im digitalen Raum ist halt viel mehr als das Bereitstellen von irgendwelchen Amtswegen auf einer Webseite.
00:29:00: Das ist momentan so.
00:29:01: wir versuchen unsere Behördnwege zu automatisieren digital unterstützt anzubieten sodass wir sozusagen eine Kette machen können vom Bürgerantrag bis zur Enderledigung, zum fertigen Bescheid oder zur Genehmigung oder zum Zusenden von Reisepass.
00:29:15: Aber Verwaltung im digitalen Raum das ist so ein Gesamthema dass noch gesellschaftlich viel mehr Diskussion bedarf weil eben es heißt aus meiner Sicht vielmehr als nur Behördenweg auf der Webseite.
00:29:29: was meine ich damit?
00:29:30: Die Frage wie gehen wir in den Digitalen Raum miteinander um?
00:29:35: wie findet dort Verwaltungsstadt?
00:29:38: Das ist noch nicht etabliert.
00:29:39: Da haben wir nicht diesen Luxus, das aus einem langen über hunderte Jahre hinweg bestehenden Reich irgendwie sich etabliert hat.
00:29:49: wie Verwaltung so funktioniert mit Kaiserreich und mit regionalen Aufteilungen und schönen Grenzen.
00:29:55: Wer ist wofür zuständig?
00:29:57: Im digitalen Raum ist es ein bisschen wenn man so möchte die gesamte Welt mit am Board jede Verwaltung jedes Nationalstaats ist da irgendwie eingebrunt Subranationale Organisationen, die da mitmischen.
00:30:10: Also sprich, da ist die Zuständigkeit nicht geklärt und es kommen ständig neue Angebote hinzu, die es sehr schwer machen zu sagen wer ist dafür eigentlich zuständig?
00:30:20: Weil wer ist denn zuständig wenn jetzt mein persönliches eiklaut oder googlekonto gesperrt wird?
00:30:25: an wen wende ich mich da?
00:30:27: das könnte österreich sein weil ich österreichischer staatsbürger bin.
00:30:31: das könnte irland sein weil vielleicht Apple oder Google dort seinen Europasitz haben, das könnte aber auch die USA sein weil dort das internationale Headquater ist.
00:30:40: Also sprich wir haben im digitalen Raum eine noch nicht geklärte und nicht etablierte Struktur wie Verwaltung funktioniert.
00:30:49: Unterneben gibt es einen sehr hohen privatwirtschaftlichen Anteil.
00:30:54: also sprich im digitaler Raum ist sehr viel mehr in privater Hand als wenn man so möchte analogen Raum, weil da ist irgendwie klar dass so Dinge wie das Gewaltmonopol beim Staat liegt.
00:31:07: also sprich Polizei Militär.
00:31:09: Das ist eine klar staatliche Aufgabe.
00:31:12: im digitalen Bereich ist nicht diskutiert.
00:31:14: was ist das Gewaldmonopol?
00:31:16: Also sprich wer kann recht durchsetzen?
00:31:19: Ist es okay, wenn irgendeine KI von Google meinen Google-Konto sperrt, wenn's in einem YouTube Video upload einen urheberrechtlich geschützten Inhalt identifiziert vollkommen ohne Gerichtsverfahren?
00:31:31: Also das sind so Fragen.
00:31:33: Die sind einfach nicht diskutiert und da braucht vielmehr öffentliche Debatte.
00:31:37: Ein anderes Beispiel ist aus meiner Sicht halt die Frage muss man Verwaltungsarbeit?
00:31:43: Und wir kommen vielleicht noch ein bisschen bei der Zukunft dazu Was ist Verwaltungsarbeit?
00:31:49: Aber muss man das auch mehr in den digitalen Raum verlagern?
00:31:52: Ich habe aktuell ein Projekt mit der Kinder- und Jugendhilfe.
00:31:55: In Wien, also klassisch das Jugendamt.
00:31:58: Da ist auch die Frage wo erreicht mal Kinder und Jugendliche heutzutage... Ist es zweckmäßig die in Wien auf der Straße anzusprechen oder muss das vielleicht zukünftig auch in Social Media stattfinden?
00:32:09: Für das gibt's aktuell keine Ressourcen aber diese Fragen gehören aus meiner Sicht gesellschaftlich diskutiert weil all das gehört halt zur Verwaltung dazu.
00:32:17: Gleiches gilt für den Gesundheitsbereich, eventuell gilt das für Bildung.
00:32:21: Die ganzen Themen, also die ganzen Bereiche der Verwaltung müssen aus meiner Sicht diskutiert werden.
00:32:26: Was ist das digital gedachte Abbild?
00:32:29: Der digitale Zwilling wenn man so möchte oder das digitale Angebot der Verwandlung in diesen Bereichen?
00:32:35: und das ist halt immer viel mehr als.
00:32:37: ich setze irgendein digitales Endgerät ein Laptop an Handy oder sowas irgendwo ein oder ich habe eine Website wo ich den Angebot konsumieren kann.
00:32:47: Das ist ein Thema, das finde ich sehr spannend.
00:32:49: Das betreibt mich auch an in der Stadt zu arbeiten weil da sehr viel Gestaltung möglich ist.
00:32:54: Es geht halt bis zurück auf die Rechtsordnung wo wir darüber diskutieren welche Gesetze müssen angepasst werden weil wenn im Gesetz drin steht irgendwas muss wo angeschlagen werden oder irgendwas muss aufgelegt werden dann sind es Begriffe die für den analogen Bereich gut passen Im digitalen Raum aber Schwierigkeiten machen, weil kann ich auf Social Media, weiß nicht in einem Social-Media-Stream, da was anschlagen, Fragezeichen.
00:33:23: Weiß' ich nicht!
00:33:24: Also insofern das ganze Thema digitale Verwaltung lässt noch sehr viel offen, dann müssen wir glaube auch viel Zeit rein investieren.
00:33:33: wo und wie soll sich das entwickeln?
00:33:35: Und die Frage diskutieren, was soll der Staat und die öffentliche Hand dort leisten, was ist Teil der Daseinsvorsorge und was sollen Private übernehmen?
00:33:45: Weil über die letzten zwanzig, fünfundzwanzige Jahre ist durch die Innovationskraft der Privaten – ich will das hier nicht schlecht reden bewusst weil es ist glaube ich eine sehr positive Entwicklung für die ganze Welt.
00:33:57: aber durch diese Innovations Kraft ist automatisch sehr viel von diesen Aufgaben in privater Hand.
00:34:04: Und ich glaube es muss eine Debatte stattfinden Was soll in privater Hand bleiben und was sollte aber mittelfristig vielleicht staatlich organisiert sein?
00:34:14: Finde ich total spannend, wie du das siehst.
00:34:17: Und die Fragen, die du aufwürfst sind superrelevant vieles eben auch noch ungeklärt.
00:34:22: ist es nicht ganz ähnlich eigentlich bei der KI?
00:34:25: also stellt sich daher nicht auch diese Verantwortungsfragen die du aufgeworfen hast?
00:34:29: Ja absolut, also auch bei KI ist das sehr ähnlich.
00:34:32: Aus meiner Sicht ist es ja so dass sozusagen unsere analoge Verwaltung ein gutes Best Practice Beispiel ist und dass man auf KI übertragen kann.
00:34:38: Da ist jetzt schon so, dass ein Mensch mit seinen Erfahrungen, seinem Wissen, seinen Entscheidungsmustern Bescheide ausstellt die für Bürgerinnen und Bürger Gültigkeit erlangen.
00:34:52: Und weil wir da nicht immer mit hundertprozentiger Sicherheit sagen können wie genau die Entscheidung aussieht und ob das passt besteht da die Möglichkeit wenn der entsprechende Bürger, die Bürgerin unzufrieden ist mit der Entscheidung.
00:35:07: Die Entscheidung anzufechten gibt es den ganz normalen Gerichtsweg in dem er dann Entscheidungen anfächten und sozusagen hinterfragen kann.
00:35:16: und das kann man sehr gut aus meiner Sicht und muss mal auf die KI übertragen weil auch hier werden Agents nicht so wie wir das von herkömmlichen Programmen gewohnt Entscheidungen stochastisch treffen und nicht deterministisch.
00:35:28: Und man braucht dann irgendeine Art digitalen Gerichtsweg, wie man EI Entscheidungen validieren lassen kann.
00:35:39: Das ist glaube ich sehr gut übertragbar und wird sehr spannend, wie sich das entwickeln wird!
00:35:44: Wovor wir beim Thema KI angekommen sind, Benedikt, das beschleunigt sich ja gerade noch immer stärker.
00:35:49: Gerade auch in der privaten Wirtschaft.
00:35:51: Wie siehst du es denn im öffentlichen Bereich?
00:35:54: Wie erhält da die Technologie einzug?
00:35:55: und wo siehst Du jetzt auch?
00:35:56: die nächsten fünf oder zehn Jahre hingehen
00:35:59: also wie in der Stadt werden sehr viel stärker auf IT-Plattformen setzen weil eben die Anforderung so breit reinkommt dass wir.
00:36:07: Unsere Antwort ist, wir müssen auf einzelne spezifisch gewillte Plattformen auf die wir uns strategisch draufsetzen.
00:36:13: Setzen um möglichst viele Anforderungen abzudecken und abzufangen.
00:36:18: Ich glaube daran dass IT noch viel stärker und noch viel breiter eingesetzt wird als das jetzt der Fall ist.
00:36:23: Wir merken auch zunehmend mit Voranschreitern der Digitalisierung Dass die Kolleginnen in den Fachbereichen besser verstehen und mehr Ideen bekommen.
00:36:32: Wo könnte ich den IT überall noch einsetzen?
00:36:35: Ist sehr positiv auf deiner Seite, bringt aber auch mehr Arbeit für uns auf der anderen Seite.
00:36:40: Und eben mit den eingangs erwähnten Herausforderungen ist es so Budgetkonsolidierung, Pensionierungen dass wir zunehmend effizienter werden müssen.
00:36:49: also allein da wird ein Riesentreiber sein.
00:36:52: Ich glaube es wird doch eine höhere Standardisierung geben.
00:36:55: das heißt Wir wären uns die Lebenssituationen und einzelnen Prozesse ... anschauen, wie sie sozusagen für den... ... für den für achtzig Prozent der Bevölkerung relevant sind und die versuchen möglichst automatisiert niederschwellig ohne Barrieren aufzubauen.
00:37:11: Und hoffentlich dann auch mehr Zeit haben für die individuellen Anforderungen,... ...die nicht sinnvoll sind in einen standardisierten Prozess reinzukippen und da Menschen und eventuell auch EIA Agents einsetzen können, die dann sozusagen diese ganz individuell anforderungen, die man einfach nicht abdecken kann weil das viel zu viele Konstellationen sind bei besser unterstützen können und mit mehr Zeit unterstützen können.
00:37:34: Kleiner Exkurs hier, wir sind ja als Verwaltung hin und wieder mit dem Vorwurf konfrontiert.
00:37:39: das ist ineffizient.
00:37:40: man muss es dann auch wollen dass die Kolleginnen und Kollegen der Verwaltung Zeit haben solche Spezialanforderungen abzuarbeiten und das bedingt halt dass sie da nicht immer über beschäftigt sind.
00:37:51: also das muss man wollen ist glaube ich aber auch durchaus eine Chance wie mir wieder ein bisschen freispielen kann für diese wirklich spezifischen Dinge, die man einfach nicht im IT-System abbilden kann.
00:38:02: Da muss ich jetzt provokativ nochmal dazwischen fragen... Du hattest ja vorher auch erwähnt dass ihr durchaus eine Pensionierungswelle vor euch habt?
00:38:11: Muss man das denn dann alles nachbesetzen?
00:38:12: also provokativ ist eigentlich die Frage er braucht doch Verhaltungsangestellte wenn wir es ergännten ja auch können.
00:38:17: Ja!
00:38:18: Die Stadt Wien veröffentlicht jährlich einen Personalbericht.
00:38:21: Wenn man da mal reinschaut von den sixty tausend Mitarbeitern sind ungefähr als zwölftausend tatsächlich im Verwaltungsdienst, also sprich das was wir so klassisch besprechen.
00:38:31: Das ist sein Fünftel bis sein Sechstel nur von unserer Belegschaft und die anderen sind dann schon die zweitgrößte Gruppe oder gleichgroße Gruppe ist die Pflege, Kindergärten, Versorgungs- und Betreuungsdienste der medizinische Dienst Also Feuerwehrmüll, Abholung, Kanal, solche Tätigkeiten.
00:38:52: Daher glaube ich, dass KI die Verwaltung schon auch noch effizienter macht.
00:38:57: Man darf aber nicht unterschätzen das wenn wir so über die Verwendung reden, die Personalintensiven... Bereiche, insbesondere dann auch stark mit handwerklichen und manuellen Ketigkeiten verbunden sind.
00:39:09: Wo ich schon glaube dass wir noch recht viele Kollegen einsetzen werden.
00:39:13: Schauen wir mal wie sich die Robotik entwickelt aber das traue ich mich noch nicht draus, dass wir das in so kurzer Zeit realisieren werden.
00:39:19: Insofern glaube ich schon dass wir da noch den einen oder anderen Kollegen nachbesetzen werden müssen.
00:39:23: Gibt es denn im Moment ein bestimmtes KI-Projekt wo ihr dran seid?
00:39:26: Wovon du erzählen darfst und vielleicht mal so einen Einblick geben kannst was gerade schon passiert stand heute
00:39:31: Ja, sehr gerne.
00:39:32: Wir haben eine eigene KI entwickelt mit WienKI die auch diverse Preise gewonnen hat von der EU-Kommission Red Hat, einen internationalen Innovationspreis, die wir als interne Plattform bereitgestellt haben wo wir auch unter eigener Kontrolle die Nutzung von KI für die Verwaltung ermöglicht haben.
00:39:50: und da haben wir heuer geplant einen Ausbau und eine sozusagen weite Entwicklung in einer KI Orchestration Plattform.
00:39:58: Also wie kann Ihnen eine Orchestrierungsplattform weiterzuentwickeln, sodass wir dann da zusätzliche EU-Skieses reinbringen können.
00:40:05: Und wir arbeiten natürlich an diesen ganzen relevanten Themen wie Vibecoding in der Verwaltung, also sprich Wie kann man die Personalisierter und schneller Software bereitstellen?
00:40:15: Wir arbeiten dann so Themen wie Zusammenfassung, KI-Scanner für unsere Verwaltungen, Riesenthema weil wir sehr stark textbasiert arbeiten.
00:40:23: Also sprich bei uns ist ja viel Von den Ergebnissen ist es irgendwie ein Bescheid.
00:40:27: Am Ende des Tages ist das ein Schriftstück, also sprichenten Brief oder ein Textdokument.
00:40:33: Insofern hilft uns KI ganz stark da Zusammenfassungen zu erstellen, Dinge zu dokumentieren weiß nicht dass es geht vom Protokoll von irgendeiner Ortsverhandlungen über einen Arzt-Patientengespräch.
00:40:46: Da kann ich zum Beispiel auch erzählen im Kontext Arztpatientengespräch pilotieren wie gerade eine Software die den Arzt unterstützt beim Anamnese-Gespräch, also sprich wenn du so zum Arzt gehst hört es zu und während dem Gespräch schlägst im Arzt Differenzialdiagnosen vor die er noch fragen könnte oder Fragen die er stellen könnte.
00:41:07: Und am Ende vom Gespräch drückt man sozusagen auf Fertig und dann erstellt das Tool einen Vorschlag für einen fertigen Arztbrief.
00:41:16: kann man sich, glaube ich, ganz gut vorstellen wie das dann halt einfach so ein Textdokument ist und der Arzt finalisiert es dann und bearbeitet es nach.
00:41:23: Versieht das mit seiner Diagnose, wie es für ihn passt?
00:41:27: Also ich habe mir eine Demo zeigen lassen.
00:41:29: sie sind wirklich sehr beeindruckend und da dürfen wir uns noch, glaube
00:41:34: Ja super danke für diese Beispiele, das macht es noch ein bisschen griffiger.
00:41:38: Ich würde nur mal interessieren, hattest du selber jetzt so in den letzten Monaten oder vielleicht auch Jahren dann in der Pilotierung und der Nutzung von KI?
00:41:44: So einen Aha Moment wo du selber gesagt hast oh wow!
00:41:46: Das geht ja jetzt echt voran, jetzt kriegen wir eine ganz andere Geschwindigkeit, eine ganze andere Qualität.
00:41:50: rein
00:41:51: Tatsächlich ja, also ich war auch letztes Jahr schon von KI überzeugt.
00:41:57: Hab das auch für diverse private Aktivitäten von Reiseplanung und Co.
00:42:01: schon immer wieder benutzt.
00:42:03: Als Weihnachten hatte ich mir dann tatsächlich Cloud Code installiert und bei mir ist die Uni doch schon ein bisschen her über zehn Jahre und ich habe dann in recht kurzer Zeit das erste Mal eine Android App selbst entwickelt.
00:42:14: Also hab das vorher noch nie gemacht und da war ich dann schon sehr beeindruckt wie ich ihn stunden mit natürlich Grundwissen, wie man programmiert und so weiter.
00:42:24: Aber trotzdem in einem Framework das ich noch nie benutzt hab relativ niederschwellig und relativ schnell eine App entwickelt habe und da war ich dann schon sehr beeindruckt.
00:42:33: Und ja seitdem ist meine Motivation also seit Weihnachten auch deutlich größer nochmal mehr Power in das KI-Thema reinzulegen.
00:42:40: Sehr cool!
00:42:41: Sehr spannend ging mir übrigens genauso.
00:42:42: Also für mich ist auch etwa ein halbes Jahr her dass Claude Kot bei mir jetzt zu Hause läuft Und ich mir da die diversen Helferlein-Programmiers schon fasziniert, was da schon geht.
00:42:53: Gut!
00:42:53: Ich glaube es sind am Ende unserer Folge aber ich muss natürlich ganz traditionell noch mit einer Forecasting Frage hier abschließen.
00:43:00: Nämlich so ein bisschen.
00:43:00: die Frage wie du die Zukunft siehst passt natürlich zum Thema Verwaltung.
00:43:04: Wie siehst denn du das?
00:43:05: Wann stellt der erste Agent dann den ersten Bescheid aus?
00:43:11: Die Frage ist tatsächlich gar nicht so einfach zu beantworten also... Ich fange mal an, wir brauchen eine kleine gesetzliche Reform weil momentan muss noch ein Mensch tatsächlich wegen dem Gesetzestext einen Bescheid ausfertigen.
00:43:25: Das geht noch gar nicht.
00:43:26: aber da darf man ein bisschen hoffen dass im Kontext der Reformpartnerschaft die aktuell in Österreich läuft.
00:43:32: Da eine Novelle kommt und dann ist theoretisch der Weg frei das ein Agent macht.
00:43:37: ich vermute es wird beginnen mit einem ganz deterministischen Wenn dann System und im Sinne des Antragstellers, ich traue mich jetzt mal raus.
00:43:47: Ich würde vermuten in vier bis fünf Jahren haben wir die ersten so richtigen KI Agents, wenn es im Sinne das Antragsteller ist also sprich keine negativen Bescheide, die ausstellen dürfen aber es gewagt.
00:44:04: Alles klar!
00:44:04: Danke für deine gewagte These.
00:44:07: Wir werden sehen ob das dann so kommt.
00:44:10: Vielen Dank für deine Zeit heute.
00:44:11: Ich fand das super spannend, da den Einblick zu bekommen in einen öffentlichen Sektor.
00:44:15: Danke dass du hier warst!
00:44:16: Danke für die Einladung!
00:44:18: Vielen Dank!
00:44:19: Gut
00:44:19: und dann sehen wir uns hoffentlich beim nächsten Mal wieder und freuen uns wenn ihr mit dabei seid.
00:44:23: aber danke fürs Zuhören heute und bis dahin alles Gute,
00:44:40: ciao.
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